• Europäerinnen und Europäer legen im Durchschnitt weniger Geld in Aktien und Anleihen an und halten mehr auf dem Sparbuch als US-Amerikanerinnen und -Amerikaner.

  • Langfristig können sie mehr Vermögen aufbauen, indem sie ihr Geld anlegen.

  • Noch bessere Ergebnisse können sie erzielen, wenn sie zusätzlich auf ihre Kosten achten.
     

Die EU-Kommission geht davon aus, dass europäische Bürgerinnen und Bürger „in hohem Maße von Kapitalmarktinvestitionen profitieren, höhere Renditen erzielen und zu Wachstum sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen können“ und hat zu diesem Zweck vor Kurzem eine Initiative für eine „Spar- und Investitionsunion“ (SIU) angekündigt.

Die SIU soll die Umleitung von Sparvermögen in produktive Investitionen innerhalb des Finanzsystems der Europäischen Union (EU) verbessern und mehr finanzielle Möglichkeiten für Menschen und Unternehmen schaffen.

Allerdings ist die Neigung zum Sparen in Europa ausgeprägter als zum Beispiel in den USA, wo mehr Menschen ihr Geld anlegen. Wer spart, lässt sein Geld in der Regel einfach auf einem Bankkonto liegen; wer anlegt, investiert dagegen meist in Aktien und Anleihen. Laut aktuellen Zahlen von der OECD[1] und Eurostat investieren EU-Haushalte 38% ihres Finanzvermögens in „Aktien, Investmentfonds und/oder Schuldverschreibungen“, in den USA liegt die Quote dagegen bei 58%.[2]

Vanguard spricht sich für eine disziplinierte Beteiligung an den globalen Kapitalmärkten aus, zumal Kapitalmarktanlagen langfristig mehr Wachstumspotenzial bieten als Sparbücher und daher zur Umsetzung langfristiger Finanzziele besser geeignet sind. Wie sehr sich kosteneffiziente Anlagen auszahlen können, zeigt eine Analyse von Vanguard.

Das nachstehende Diagramm vergleicht die Wertentwicklung eines hypothetischen, global diversifizierten Portfolios aus Aktien und Anleihen im Wert von 100.000 Euro mit dem Wachstum eines äquivalenten Sparkontos über einen Zeitraum von 25 Jahren. Wie das Diagramm zeigt, beträgt der Wert des Sparkontos nach 25 Jahren weniger als 150.000 Euro, wohingegen das Anlageportfolio auf fast 370.000 € angewachsen wäre.[3]

Doch das Diagramm zeigt noch etwas anderes, nämlich die Bedeutung der Kosten: Bei einer Kostenquote von 1% pro Jahr wäre das Portfolio über den 25-Jahres-Zeitraum auf rund 290.000 € angewachsen. Damit hätten Anlegerinnen und Anleger zwar immer noch ein besseres Ergebnis erzielt als mit einem Sparkonto, doch mit einem kostengünstigeren Portfolio wäre ihre Rendite deutlich höher gewesen. Mit einer Kostenquote von 0,10% pro Jahr wäre ein ansonsten identisches Portfolio sogar auf 360.000 Euro angewachsen. Ein Kostenunterschied von 0,90% pro Jahr mag zunächst unbedeutend erscheinen, doch summieren sich diese Kosten im Laufe der Jahre und wirken ähnlich wie Zinseszinsen, weshalb ein kostengünstiges Portfolio den Wert eines äquivalenten, aber hochpreisigen Portfolios nach 25 Jahren um rund 70.000 Euro übersteigt.

Vermögenswachstum und der negative Kosteneffekt

Das Diagramm zeigt den kumulierten Wert eines Portfolios ohne Kosten, eines Portfolios mit jährlichen Kosten von 0,10%, eines Portfolios mit jährlichen Kosten von 1% und eines Sparkontos ohne Kosten.

Anmerkungen: Die hier dargestellten Portfoliowerte sind hypothetisch und stellen keine bestimmte Anlage dar. Renditen sind nicht garantiert. Die Saldi zum Ende der Periode enthalten keinerlei Steuern oder Strafzahlungen, die bei der Ausschüttung fällig werden könnten. Das Diagramm zeigt die kumulierte Wertsteigerung von 100.000 Euro, die entweder in ein global diversifiziertes 60/40-Portfolio (60% Aktien, 40% Anleihen) investiert oder auf ein Sparkonto eingezahlt werden, das die Rendite des 3-Monats-Euribor abwirft. Zur Simulierung der Portfoliowerte haben wir die jährlichen Renditen des 60/40-Portfolios über einen Zeitraum von 25 Jahren bis zum 31. Dezember 2024 verwendet. Als Näherungswerte für die globalen Aktien- und Anleiherenditen verwenden wir die Renditen des MSCI AWCI Gross Total Return Index in EUR und des Bloomberg Global Aggregate Bond Index Total Return in EUR. Die Asset-Allokation wird jährlich auf ein Verhältnis von 60 zu 40 zurückgesetzt. Wir reduzieren die jährliche Rendite jedes Portfolios um die in Klammern angegebene Kostenquote. Die jährliche Rendite des Sparkontos entspricht dem 3-Monats-Euribor-Satz ohne jegliche Kosten. Daten für den Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis 31. Dezember 2024.

Quelle: Berechnungen von Vanguard auf Grundlage von Daten von Bloomberg.

Trotz des negativen Kosteneffekts entscheiden sich zahlreiche Anlegerinnen und Anleger immer noch für vergleichsweise teure Anlageprodukte. Warum? Weil viele höhere Kosten als Indikator für bessere Qualität interpretieren und zum Beispiel annehmen, dass teurere Fonds von besseren Managern verwaltet werden und daher auch nach Abzug der Kosten höhere Renditen erzielen.

Wir haben allerdings das Gegenteil festgestellt, als wir die Nettorenditen europäischer Aktien- und Anleihefonds mit einer passenden Benchmark (die die Merkmale und das Risikoprofil des Fonds angemessen widerspiegelt) verglichen und in Relation zu ihren Kostenquoten gesetzt haben.

Die nachstehenden Diagramme machen deutlich, dass hohe Gebühren auf Kosten der Rendite gehen: Ein Blick auf die Bruttorenditen mag einen anderen Schluss nahelegen, doch die Netto-Überschussrendite sinkt in beiden Diagrammen tendenziell mit steigenden Kosten, wie an der fallenden Ausgleichsgerade zu erkennen ist. Zugegeben: Ganz einheitlich sind die Daten nicht; dennoch zeigen die Ergebnisse, dass die Kosten die Rendite des durchschnittlichen aktiven Fonds belasten. Einfach ausgedrückt: Kosten machen einen deutlichen Unterschied.

Höhere Kosten führen tendenziell zu sinkenden Mehrrenditen

Zwei Diagramme zeigen die annualisierte Überschussrendite europäischer Aktienfonds und europäischer Anleihefonds für den Zeitraum von 2015 bis 2024.

Anmerkungen: Die Grafik zeigt die Verteilung der Nettokostenquoten einzelner Fonds (die dem Jahresbericht entnommen sind) in Basispunkten sowie der Netto-Überschussrenditen in Prozent im Vergleich zur Prospekt-Benchmark für die älteste Anteilsklasse aktiver und passiver OGAW-Fonds auf Aktien und Anleihen, die in Europa in dem Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2024 zum Verkauf standen. Die Trendlinie ist das Ergebnis einer vermögensgewichteten Regression der Fonds-Überschussrenditen auf ihre Netto-Kostenquoten (gemäß dem Jahresbericht) unter Verwendung der Vermögenswerte per 31. Dezember 2014 zur Gewichtung der Beobachtungen. Die x-Achse und die y-Achse jedes Diagramms sind abgeschnitten, um die Auswirkung von Ausreißern zu beseitigen. Renditen in EUR. Ein Basispunkt entspricht einem Hundertstel eines Prozentpunkts.

Quelle: Berechnungen von Vanguard auf Grundlage von Morningstar-Daten.

Sparerinnen und Sparer können langfristig potenziell mehr Vermögen aufbauen, indem sie vom Sparbuch auf ein Anlageportfolio umsteigen. Allerdings kommt es dabei auf die Kosten an: Ein kosteneffizientes Portfolio kann womöglich nicht nur ein Sparbuch übertreffen, sondern auch hochpreisige Anlagelösungen.

Kosteneffizienz gehört seit Gründung von Vanguard im Jahr 1975 zu den Grundprinzipien unseres Unternehmens. Wir wollen Anlegerinnen und Anlegern in jedem unserer Märkte kosteneffiziente Anlagelösungen anbieten, denn Daten zeigen, dass kostengünstige Anlageprodukte in der Vergangenheit langfristig höhere Renditen abgeworfen haben als hochpreisige Produkte.


Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Quelle: OECD- und Eurostat-Daten für das Jahr 2023 aus den jeweiligen Internet-Datenbanken.

Quelle: Vanguard. Die Simulationen der Anlageportfolios, bestehend zu 60% aus globalen Aktien und zu 40% aus globalen Anleihen, beruhen auf den geschätzten jährlichen Renditen, die Anlegerinnen und Anleger mit Basiswährung Euro über einen Zeitraum von 25 Jahren bis Dezember 2024 erhalten hätten. Unsere Sparkontosimulation beruht auf der jährlichen Rendite des 3-Monats-Euribor über denselben Zeitraum.

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