• Der ungewisse Kurs in der US-Zollpolitik hat Kursschwankungen an den Märkten für Unternehmensanleihen ausgelöst, dennoch spricht weiterhin viel für die Assetklasse.
  • Aktive Manager können in volatileren Märkten Alpha generieren und Mehrrenditen erzielen.
  • Wer in einem unsicheren Marktumfeld aktiv investieren will, sollte sich für einen Fondsmanager entscheiden, der in steigenden und fallenden Märkten beständige Renditen erzielen kann. 

„In einem unsicheren Marktumfeld sollten aktive Fonds auf Risikodisziplin und überlegte Beta-Grenzwerte achten, um hohe Minderrenditen gegenüber ihrer Benchmark zu vermeiden.“

Sarang Kulkarni

Lead Portfolio Manager, Vanguard Global Credit Bond Fund

Mit ihren Zollplänen hat die US-Regierung die globalen Unternehmensanleihemärkte in Aufruhr versetzt und Spekulationen über mögliche Auswirkungen auf Wachstum, Welthandel und Unternehmensgewinne ausgelöst. Die Märkte sind weiterhin in erhöhter Alarmbereitschaft, die Stimmung bleibt angespannt.

Trotz der Unsicherheit rechnen wir jedoch weiterhin mit einer hohen Nachfrage nach Strategien für Unternehmensanleihen, zumal diese attraktive Renditen abwerfen und hohe Effektivzinsen zudem vor Volatilität schützen.

In diesem Artikel geben wir einen Ausblick auf den Markt und erläutern, worauf Anlegerinnen und Anleger bei der Auswahl eines aktiven Unternehmensanleihefonds achten sollten.

Unternehmensanleihen sind weiterhin attraktiv 

In volatilen Marktphasen suchen viele Anlegerinnen und Anleger – als Ausgleich für die höhere Unsicherheit – nach Risikoanlagen mit großzügiger Prämie, und Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating sind in dieser Hinsicht weiterhin attraktiv.

Unternehmensanleihen hängen andere Risikoanlagen ab

Ein Liniendiagramm zeigt, dass Anlegerinnen und Anleger seit 2022 mit globalen Unternehmensanleihen höhere Renditen erzielen konnten als mit anderen Assetklassen.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge. Die Wertentwicklung eines Index ist keine exakte Darstellung einer bestimmten Anlage, da Anlegerinnen und Anleger nicht direkt in einen Index investieren können.

Hinweis: Die Daten in der Grafik entsprechen den 1-Jahres-Renditen der angegebenen Indizes ein Jahr im Voraus für den Zeitraum vom 31. Dezember 2014 bis zum 31. Dezember 2024. Die voraussichtlichen Renditen enthalten erwartete Kapitalzuwächse und reinvestierte Erträge. Berechnungen in USD.

Quelle: Bloomberg.

Fundamental robust 

Wie sich mögliche Zölle auf die zukünftige Gewinnentwicklung von Unternehmen auswirken würden, ist unklar, die Fundamentaldaten der Emittenten mit Investment-Grade-Rating sind jedoch insgesamt weiterhin robust und stärken das Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger.

In den letzten Jahren haben zahlreiche Unternehmen Schulden abgebaut, in vielen Fällen liegen die Barreserven heute über dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre.

Allerdings sehen wir inzwischen Anzeichen für steigende Sektorstreuung, vor allem zyklische Konsumgüter und Automobilhersteller aus Europa sind anfällig für einen Abschwung und sinkende Verbraucherausgaben. Auch deshalb rechnen wir mit anhaltenden Schwankungen, sowohl zwischen verschiedenen Sektoren als auch zwischen einzelnen Emittenten. 

Positives technisches Umfeld 

IIm abgelaufenen Jahr lag das Emissionsvolumen über den Erwartungen, wobei ein Großteil der Anleihen in der ersten Jahreshälfte auf den Markt kam.1 Und dank hoher Nachfrage fanden die Emittenten problemlos Abnehmer, und das schwache Emissionsvolumen gegen Jahresende lässt ein anhaltend günstiges technisches Umfeld erwarten.

Zu Beginn des neuen Jahres sehen wir bereits eine ähnlich hohe Nachfrage nach Neuemissionen mit Investment-Grade-Rating, von denen einige bis zu 15-fach überzeichnet sind; außerdem rechnen wir in diesem Jahr mit einem höheren Bruttovolumen.

Gute Aussichten

Trotz Zollrisiken rücken inzwischen mögliche Zinssenkungen in den Fokus. Insbesondere in Europa blicken Märkte und Zentralbanken auf die Konjunktur- und Inflationsdaten, um den Spielraum für mögliche Zinsschritte abzuschätzen.

Weitere Zinssenkungen dürften das Verbrauchervertrauen stärken und die Konjunktur ankurbeln, was sich wiederum positiv auf die Umsätze und Gewinne von Unternehmen auswirken dürfte. In Kombination mit dem Schuldenabbau im Investment-Grade-Segment ergibt sich daraus ein günstiger Ausblick für risikoarme Unternehmensanleihen.

Unternehmensanleihen sind nach wie vor teuer bewertet, woran sich auf absehbare Zeit auch nichts ändern dürfte. Höhere Renditen, robuste Fundamentaldaten und das gute technische Umfeld machen den Markt jedoch weiterhin attraktiv, weitere Zinssenkungen in Europa und eine steilere Zinskurve sollten bis Jahresende für robuste Nachfrage sorgen. 

Worauf es bei der Auswahl einer aktiven Strategie ankommt

Zwar werfen globale Unternehmensanleihen weiterhin attraktive Renditen ab, die Kreditrisikoaufschläge sind jedoch äußerst knapp. Für aktive Manager sind diese Ausgangsbedingungen äußerst günstig, denn mit der richtigen Strategie können sie durch sorgfältige Bottom-up-Wertpapierauswahl Potenzial jenseits der Benchmark ausschöpfen und auch unter schwierigen Bedingungen Alpha generieren.

Um höhere Renditen zu erzielen, reduzieren einige aktive Manager einfach die Kreditqualität ihres Portfolios und investieren in Unternehmensanleihen mit niedrigerem Rating. In einem günstigen Konjunkturumfeld kann eine solche Strategie auch aufgehen, unter weniger günstigen Bedingungen kann ein großes Exposure auf riskantere Emittenten jedoch zu unverhältnismäßigen Risiken führen, zumal die Risikoaufschläge am unteren Ende des Rating-Spektrums von einem Konjunkturabschwung in der Regel besonders betroffen sind. Außerdem sind Anleihen in einem schwächeren Konjunkturumfeld besonders wichtig, um die Volatilität riskanterer Anlagen zumindest zum Teil zu kompensieren. Das Portfolio durch zusätzliche Verluste belasten sollten sie unter diesen Bedingungen idealerweise nicht. Genau deshalb kommt es auf die richtige aktive Strategie an.

Was eine gute aktive Anleihestrategie auszeichnet

In Anbetracht drohender Zölle und anderer Unwägbarkeiten, die zu höherer Volatilität an den globalen Anleihemärkten führen könnten, kommt es bei der Auswahl eines aktiven Fonds mehr denn je auf eine gute Erfolgsbilanz und beständige Renditen in jedem Marktumfeld an.

Anlegerinnen und Anleger sollten sich für einen Manager entscheiden, der mithilfe sorgfältiger Fundamentalanalyse unterbewertete Anleihen identifizieren und höhere risikobereinigte Renditen erzielen kann. So können Manager auch in volatilen Marktphasen Disziplin wahren und leichter der Versuchung widerstehen, durch große direktionale Wetten höhere Renditen zu erzielen – was selten funktioniert.

Die Managerinnen und Manager der aktiven Vanguard Anleihefonds arbeiten eng mit unserem Credit Research Team zusammen, um potenzielle Risikofaktoren einzelner Sektoren und Emittenten zu bestimmen. Dank der Größe unseres Teams können unsere Analystinnen und Analysten Potenzial innerhalb eines Sektors identifizieren, selbst wenn Bewertungen und Fundamentaldaten diesen Sektor unattraktiv erscheinen lassen. 

Unser Erfolgsrezept: beständige Ergebnisse

Zölle mögen im Augenblick für Unsicherheit sorgen, sind aber bei Weitem nicht der einzige „Störfaktor“ unserer Zeit. Die vergangenen fünf Jahre waren unter anderem geprägt von einer Pandemie, Russlands Angriff auf die Ukraine und beispiellosen Zinserhöhungen, doch Wirtschaft und Märkte haben jeden dieser einschneidenden wirtschaftlichen Schocks überstanden.

Der beständige, langfristige Ansatz von Vanguard in der Verwaltung aktiver Anleiheportfolios unterstreicht unsere Erfolgsbilanz: Für unsere Kundinnen und Kunden konnten wir in jedem Marktumfeld gute Ergebnisse erzielen. 

 

1 Quelle: Vanguard; Stand: 31. Dezember 2024.

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